Das Glaubensbekenntnis

Messe: Das Glaubensbekenntnis

 

Im Glaubensbekenntnis haben wir die Formel, welche unseren Glauben zusammen fasst. Sie ist wie das Einmal-eins für den Mathematiker, die Grundbegriffe und Rezepte für den Koch oder die Grundwerkzeuge für den Mechaniker.

 

Das kürzeste Bekenntnis ist: „Jesus Christus ist Herr!“

Das heißt, der Name Jesus bezeichnet den Menschen und Christus kommt von dem Wort Chrisam “Gesalbter” und heißt: ‘der vom Heiligen Geist erfüllte/gesandte’.


Der ganze Satz heißt: Jesus der Mensch, der vom Heiligen Geist gesalbte, ist Gott!


 

Das Nizäno-Konstantinopolitanische Glaubensbekenntnis wurde 451 n. Chr. als Bekenntnis und Glaubenswahrheit verkündet.

Die Hauptaufgabe des Glaubensbekenntnisses ist es, den gesamten Glauben in einer kurzen Formel zusammenzufassen, die sich jeder leicht merken kann, damit an jedem Ort derselbe Glaube verkündet werden kann.

 

 

Es geht um den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist und um ihre Aufgaben und ihren Handlungsbereich.

  • Der Vater schafft die Welt, das Unsichtbare und das Sichtbare = die Schöpfung.

  • Der Sohn kommt in die Welt, lebt uns vor, wie wir denken, reden und leben sollen. Durch seinen Tod erlöst er uns und macht für uns nach der Auferstehung den Weg zum Vater frei.

  • Der Heilige Geist ist die Kraft, der Motor der es uns ermöglicht, Gott zu verstehen, den Glauben zu leben und in seiner Kraft seinen Auftrag für unser Leben umzusetzen.


Das für uns kürzeste Glaubensbekenntnis ist heute „das Kreuzzeichen.“
Wir bekennen dabei, dass wir an einen Gott in drei Personen glauben. Die drei göttlichen Personen sind gleichwertig aber haben so ihre eigenen Handlungsbereiche. Das Glaubensbekenntnis ist für uns Christen der Bauplan unseres religiösen Denkens und Lebens. Wir sind aufgefordert, dass wir uns mithilfe dieser Formel mit unserem Glauben beschäftigen und versuchen die verschiedenen Aussagen zu verstehen.

 

Wenn jemand in die katholische Kirche aufgenommen werden möchte, wird der Kandidat auf die Grundglaubenspunkte vorbereitet. Wurden sie einigermaßen verstanden und angenommen, so darf der Kandidat nach dem gemeinsamen Sprechen des Glaubensbekenntnisses in der Anwesenheit des Pfarrers und zweier Zeugen, in die Kirche aufgenommen werden.

Man kann das Glaubensbekenntnis auch als das Inhaltsverzeichnis der katholischen Kirche bezeichnen. Es beinhaltet die ganze hl. Schrift, die Erfahrung der langen Geschichte der Kirche und alles was die Kirche auch immer wieder gelehrt hat.

 

Das Glaubensbekenntnis möchte uns herausfordern und einladen, dass wir uns die Glaubensgrundsätze anschauen und lernen:
Was glauben wir Christen und was vertritt die katholische Kirche?

Ich lade euch ein, dass wir das  Glaubensbekenntnis immer wieder bewusst sprechen und wenn sich dabei Fragen ergeben, dass wir diesen dann auch ernsthaft nachgehen. 

P. Aloisius