das Lamm Gottes – Kommunionausspendung

Lamm Gottes – Kommunion Ausspendung

Was werden sich wohl die Leute gedacht haben, als sie die geheimnisvollen Worte Johannes des Täufers vernommen haben: „Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“ (vgl. Joh 1,29 u. Joh 1, 36)?

Auch in jeder heiligen Messe, in jeder Eucharistiefeier kommt dieses Wort des Täufers mehrmals vor. Christus, das Lamm Gottes! So nennt der Priester Jesus, wenn er den Gläubigen die Hostie zeigt und dabei die Worte spricht, die Johannes damals am Jordan gebraucht hat, als er Jesus auf sich zukommen sah: „Seht, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.“

Aber was bedeutet diese Bezeichnung für Jesus? Was sagt sie über ihn aus? Können wir erahnen, was die Leute damals verstanden haben, als Johannes Jesus so genannt hat?

 

Als Johannes Jesus als das Lamm Gottes bezeichnete, hat er wahrscheinlich an das „Lied vom Gottesknecht“ des Propheten Jesaja gedacht. Der Gottesknecht ist jene geheimnisvollen Gestalt, die einmal kommen soll und alle Schuld der Menschen auf sich laden und „hinwegnehmen“ wird. Von ihm sagt der Prophet, er sei „wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt“ (vgl. Jes. 53,7). Und weiter: „Er trug die Sünden von Vielen“ (vgl. Jes. 53,12).

Vielleicht hat Johannes der Täufer schon geahnt, dass Jesus nicht der große politische Befreier sein wird, den viele Menschen sich damals vom Messias erhofften? Jesus wird seinen Sieg eben nicht durch Waffengewalt und politische Macht erringen, sondern durch das Opfer seines Lebens am Holz des Kreuzes. Interessant ist das Jesus genau zu der Zeit gekreuzigt wurde, als im Tempel in Jerusalem die Lämmer für das jüdische Paschafest  geschlachtet wurden. Damit sind die Opfer im Tempel Geschichte. Christus hat ein für alle mal, das Opfer dargebracht (vgl. Hebr. 9, 11-28)-

Wie geht es uns, wenn wir die Worte „Seht, das Lamm Gottes“  in der Liturgie hören? Begreifen wir und verstehen wir wer Jesus wirklich war, was er für uns getan hat?

 

 

Kommunion Ausspendung

Zur Kommunion sind alle eingeladen, welche unseren

  • katholischen Glauben bekennen und
  • im Stand der Gnade sind.

 

Stand der Gnade bedeutet ein Leben

  • nach den zehn Geboten und
  • den fünf Kirchengeboten zu führen.

 

Die fünf Kirchengebote lauten:

1. Am Sonntag und den anderen gebotenen Feiertagen die Heilige Messe zu besuchen und keine Arbeiten und Tätigkeiten verrichten, die die Heiligung dieser Tage gefährden.

2. Wenigstens einmal im Jahr das Sakrament der Versöhnung – die heilige Beichte zu empfangen.

3. Wenigstens zu Ostern die heilige Kommunion zu empfangen.

4. Die von der Kirche vorgeschriebenen Fasten- und Abstinenztage einzuhalten.

5. Der Kirche in ihren Erfordernissen beizustehen.

 

Die Kommunion bedarf einer gewissenhaften Vorbereitung. Deshalb sollen bereits die Kinder gut auf die erste Kommunion vorbereitet werden. Es geht bei der Kommunion nicht einfach darum, die Kommunion zu empfangen und dann in der Bank sitzen. Es geht vielmehr darum mit Gott in Beziehung zu treten, mit ihm ins Gespräch zu kommen.

 

In der Liturgie der Messe hat jedes Wort eine wichtige Bedeutung und jede Handlung einen tiefen Sinn. Der Leib Christi möchte uns Speise sein, welche uns wieder geistig stärkt für unsere Aufgaben als Christinnen und Christen, Jesus zu den Mitmenschen zu bringen. Der Priester als Vermittler der Gnade und Hirte, hat die Aufgabe, die Gemeinde zu stärken und zu führen, aber auch zu tragen. Darum muss er sich auch als erster mit den eucharistischen Gaben stärken, um diese große Aufgabe für das ihm anvertraute Volk Gottes gut zu erfüllen.

Leider haben sich im Laufe der Zeit, bedingt durch Unwissenheit, Unvorbereitet-sein bis Willkür, einige Mängel bezüglich des Kommunionempfangs eingeschlichen.

Ich habe mir deshalb schon öfter die Frage gestellt, wie man hier wieder zu einer  „gottgewollten“ Ordnung zurückfinden könnte.

Der Pfarrer ist ja für das Seelenheil verantwortlich, aber ebenso auch alle Getauften. Hier möchte ich uns einen Gedanken zur Gewissenserforschung mit auf den Weg geben. Stellen wir uns immer neu die Frage:

  • Warum gehe ich zur Kommunion?
  • Wann sollte ich nicht zur Kommunion gehen?
  • Weiß ich, wen ich da empfange?
  • Was erwartet sich Gott von mir?
  • Wie lautet sein Auftrag in der bevorstehenden Woche für mich?