Präfation und Heilig

Die Messe: Präfation und Heilig

 

Nach der Gabenbereitung ist die Präfation.

Das Wort Präfation kommt vom lateinischen Wort:
praefatio = Eingangswort, Vorgebet.

Die Präfation variiert im Inhalt je nachdem welches Fest gerade gefeiert wird und ist ein feierliches Dankgebet. Der Priester und die Gläubigen beginnen dieses Gebet mit einem Wechselgesang:


„Der Herr sei mit euch!”
“Und mit deinem Geiste!”
“Erhebet die Herzen!”
“Wir haben sie beim Herrn.“

 

Der Priester richtet dieses große Dankgebet an Gott den himmlischen Vater, durch Christus, unseren Herrn. Dabei tritt der Priester mit den Gläubigen in den Chor der anbetenden Engel ein.

Auch das Heilig gehört noch zur Präfation. Mit dem „Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!“, schließt der erste Teil des Hochgebetes und es beginnt der Canon.

Im Namen des ganzen Gottesvolkes verherrlicht der Priester Gott den Vater und sagt ihm Lob und Dank für das Heilswerk an uns.

 

Das Sanctus

Es kommt vom hebräischen Wort kadosch und heißt Heilig.

Heilig kann man übersetzen mit: Heil, gesund, vollkommen, perfekt, ganz, rein, perfekt usw.

Wie das Gloria, so beginnt auch das Heilig mit einem vorgeschriebenen Text, nämlich mit dem drei Mal „Heilig“ und endet mit dem Jubelruf „Hosanna in der Höhe!

Dieser Text kommt vom Propheten Jesaja. Jesaja sah in einer Vision die Herrlichkeit Gottes und hörte den Gesang von himmlischen Mächten:

„Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen. Erfüllt ist die ganze Erde von seiner Herrlichkeit.“ Jes 6,3

 

 

Die Präfation und das Heilig wollen uns bewusst machen, dass wir jetzt, wie damals Jesaja, in diese Herrlichkeit eintreten. Bei der Wandlung kommt Gott, der Vater und gibt uns seinen Sohn Jesus Christus zur Versöhnung mit sich und für uns Menschen hin. Es sollte nicht nur ein theoretisches Gebet sein, sondern wir sollen wirklich imaginär in die Gegenwart Gottes und in die Engelversammlung eintreten, um Gott die Ehre und die Anbetung zu geben.

Wir halten hier gleichsam die Luft an und treten mit den Heiligen, mit dem Thema des Festes und den Engeln an den Altar. Dann hebt der Priester für sich und für das gläubige Volk Brot und Wein Gott entgegen und Gott tauscht unsere einfachen Gaben mit seiner Gabe aus, nämlich mit seinem Sohn Jesus. Die Türe dieses Austausches ist das Kreuz. Deswegen ist es auch in der Kirche Norm, dass der Priester vor einem Kreuz zelebriert.